was kostet ein Campingurlaub? - Campingplatz mit Wohnmobilen und Zelten

Was kostet ein Campingurlaub? Preise, Beispiele & Spartipps

Diese Frage stellen sich viele – und ehrlich gesagt haben wir uns das am Anfang auch gedacht: Camping ist doch günstig, oder?

Was kostet ein Campingurlaub wirklich? Die Wahrheit ist: Er kann ein echtes Schnäppchen sein oder preislich locker mit einem Mittelklasse-Hotel mithalten. Es kommt ganz darauf an, in welches Land es dich zieht, wie viel Komfort du brauchst und wie clever du planst. Damit du bei deiner nächsten Reise keine böse Überraschung erlebst, haben wir hier unsere Erfahrungen und eine realistische Kostenaufstellung für dich zusammengefasst.

Wenn du deinen Campingurlaub noch am planen bist, schau gerne hier vorbei: Campingurlaub planen – Guide für Einsteiger & Familien

Campingurlaub in Italien

Wir reisen jedes Jahr nach Italien und kennen uns inzwischen gut aus. Wenn du gerne mal nach Italien reisen möchtest oder auch gerne dorthin zum Campen fährst, schau dir gerne mal unsere Videos auf Youtube dazu an. 🙂

Camping-Preise im Überblick: Stellplatz und Personenkosten zum Selberrechnen

Damit du dein Urlaubsbudget perfekt planen kannst, dröseln wir die Kosten am besten in die einzelnen Posten auf. Auf den meisten Campingplätzen setzt sich der Preis pro Nacht nämlich wie ein Baukastensystem zusammen. In der Hauptsaison (Sommerferien) kannst du mit folgenden realistischen Durchschnittspreisen rechnen:

1. Die Grundgebühr für deinen Stellplatz (pro Nacht)

Das ist die Basis. Hier ist dein Fahrzeug (Auto mit Wohnwagen oder dein Wohnmobil) und meist auch ein Zelt oder Vorzelt inklusive.

  • Einfacher Natur- oder Gemeindeplatz („Camping Municipal“): 12 € bis 18 €
  • Standard-Familienplatz (3 bis 4 Sterne): 20 € bis 35 €
  • Premium-Resort (5 Sterne, oft direkt am Meer): 45 € bis 65 €

2. Die Gebühren pro Person und Haustier (pro Nacht)

Jetzt rechnest du einfach aus, wer alles mitfährt:

  • Erwachsene & Jugendliche (ab ca. 14 Jahren): 6 € bis 12 €
  • Kinder (2 bis 13 Jahre): 4 € bis 8 € (Babys unter 2 Jahren sind fast immer kostenlos)
  • Hund: 4 € bis 8 € (Achtung: In Luxus-Resorts zur Hochsaison wird es oft noch teurer)

Wenn du gerne in Italien oder den Niederlanden campen gehst, könnten dich diese Beiträge hier Interessieren:

3. Energie und Nebenkosten (pro Nacht oder Nutzung)

Diese Posten werden gerne mal übersehen, läppern sich aber:

  • Strom-Pauschale: 3,50 € bis 6,00 € (Manchmal wird auch nach Verbrauch abgerechnet, ca. 0,80 € pro kWh)
  • Warmwasser zum Duschen: 0,50 € bis 1,50 € pro Duschgang (Falls es nicht ohnehin im Preis drin ist)
  • Kurtaxe / Tourismusabgabe: 1,00 € bis 3,00 € pro Erwachsenem

Praxis-Beispiel: Was kostet eine Nacht auf dem Campingplatz?

Machen wir die Probe aufs Exempel. Nehmen wir an, du reist als Familie mit zwei Erwachsenen, einem Kind und einem Hund auf einen gemütlichen, gut ausgestatteten Standard-Familienplatz. So sieht deine Rechnung für eine Nacht aus:

  • Stellplatz-Basispreis: 25,00 €
  • 2x Erwachsene: 16,00 € (2 x 8,00 €)
  • 1x Kind: 5,00 €
  • 1x Hund: 5,00 €
  • Strom-Pauschale: 4,50 €
  • Kurtaxe (für die Eltern): 3,00 €
  • Gesamtsumme: 58,50 € pro Nacht

Für zwei Wochen (14 Nächte) stehst du hier also bei knapp 820 € reinen Campingplatz-Kosten.

Die Anreise: Was kosten Sprit, Maut und Miet-Camper wirklich?

Wenn wir über das Budget reden, dürfen wir den Weg zum Campingplatz nicht vergessen. Die Anreise ist oft der Posten, der am meisten unterschätzt wird.

  • Das Miet-Fahrzeug (falls du kein eigenes hast): Wenn du erst mal testen willst, ob Camping überhaupt etwas für dich ist, schlägt die Miete am heftigsten zu Buche. In der Hauptsaison liegst du bei einem Wohnmobil oder Campervan schnell zwischen 110 € und 190 € pro Tag.
  • Der Treibstoff: Ein vollgepacktes Wohnmobil oder ein Auto mit einem Wohnwagen hinten dran schluckt ordentlich was weg. Stell dich darauf ein, dass dein Verbrauch deutlich höher ist als bei einer normalen Fahrt zur Arbeit.
  • Maut und Vignetten: Planst du eine Reise nach Italien, Frankreich, Österreich oder in die Schweiz? Dann kommen Gebühren für die Autobahnnutzung auf dich zu. Für eine Hin- und Rückfahrt durch die Alpen kannst du locker 100 € bis 200 € extra einplanen.

Wenn du noch nach Mietwagen oder Campingplätzen suchst, schau gerne hier vorbei: Mietwagen im Urlaub richtig buchen – Kosten, Versicherung & Ablauf und Campingplätze suchen*

Was kostet ein Campingurlaub wirklich?

Verpflegung beim Camping: Selberkochen als Budget-Retter

Hier liegt dein allergrößtes Sparpotenzial! Wenn du jeden Tag mit der Familie im Restaurant essen gehst, ist die Urlaubskasse ratzfatz leer. Da bist du schnell bei 60 € bis 100 € pro Tag.

Beim Camping macht das Kochen vor dem Camper oder Zelt aber erst so richtig Spaß. Wenn du frische Zutaten auf dem lokalen Markt kaufst und den Gaskocher anschmeißt, bekochst du die ganze Familie oft schon für 20 € bis 30 € am Tag. Ein kühles Getränk aus der eigenen Kühlbox ist außerdem um Längen günstiger als in der Strandbar.

Hier findest du unsere Camping-Packliste: Camping Ausrüstung: 18 Gadgets, die wirklich nicht fehlen dürfen

Unsere 4 besten Spartipps für dein Camping-Budget

  • Rabattkarten: Karten wie ACSI oder ADAC CampCard lohnen sich meist schon ab der zweiten oder dritten Übernachtung.
  • Reisezeit wählen: Wenn du nicht an Schulferien gebunden bist, reise in der Nebensaison. Die Preise fallen oft um 30–50 %.
  • Kleine Plätze bevorzugen: „Municipal“-Plätze (Gemeindeplätze) oder Bauernhof-Camping sind meist viel günstiger und oft sogar gemütlicher als große Ketten.
  • Vorkochen & Vorräte: Nimm Basics (Gewürze, Öl, Kaffee, Nudeln) von zu Hause mit. Camping-Supermärkte sind oft teuer.

Fazit: Was kostet Camping unterm Strich?

Es gibt nicht den einen Preis für einen Campingurlaub. Camping kann das super günstige Naturabenteuer im Zelt für ein paar hundert Euro sein – oder eben das luxuriöse Glamping-Erlebnis, das so viel kostet wie eine Hotelreise.

Das Schöne ist aber: Du hast es selbst in der Hand! Mit ein bisschen Planung, dem Fokus auf das Wesentliche und der Lust am Selberkochen bleibt Camping eine der schönsten und flexibelsten Arten, die Welt zu entdecken, ohne dafür die Bank auszurauben.

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