Camper Bett selber bauen: So haben wir unser Heckbett gebaut
Ein Bett nimmt im Camper viel Platz ein. Gleichzeitig wollten wir bei unserem Ausbau nicht auf eine große Liegefläche, ausreichend Stauraum und eine gemütliche Sitzmöglichkeit verzichten. Also haben wir unser Camper Bett selbst gebaut und an unseren Fiat Ducato L5H2 angepasst.
Ausgezogen ist unser Bett etwa 140 × 200 Zentimeter groß. Das war uns besonders wichtig, weil Christian fast zwei Meter groß ist und wir nicht jede Nacht mit angewinkelten Beinen schlafen möchten. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie wir den stabilen Korpus gebaut haben, welche Holzmaße wir verwendet haben und worauf wir beim Einbau geachtet haben.
Die genaue Konstruktion der beweglichen Liegefläche zeigen wir bewusst nicht als vollständige Nachbauanleitung. Die Lösung, an der wir uns dabei orientiert haben, ist geschützt. Den Bettkorpus, unsere Materialwahl und unsere Erfahrungen erklären wir dir aber ausführlich.
Inhaltsverzeichnis
Unser Camper Bett auf einen Blick
| Bereich | Unsere Lösung |
|---|---|
| Fahrzeug | Fiat Ducato L5H2 |
| Liegefläche | etwa 140 × 200 cm |
| Unterkonstruktion | Kanthölzer in 40 × 40 mm und 60 × 40 mm |
| Liegefläche | 18 mm Birke-Multiplex |
| Stauraum | Platz für Euroboxen und Campingausrüstung |
| Matratze | passende Klappmatratze |
| Nutzung | Bett und Sitzmöglichkeit |
| Befestigung | mit unserem vorbereiteten Bodenaufbau verbunden |
Warum wir unser Camper Bett selbst bauen
Ein fertiges Camperbett kam für uns relativ schnell nicht mehr infrage. Wir reisen zu dritt und brauchen später zusätzlich einen eigenen Schlafplatz für unser Kind. Gleichzeitig wollten wir den Platz im Heck möglichst sinnvoll nutzen.
Ein dauerhaft aufgebautes Bett wäre zwar bequem gewesen, hätte aber auch sehr viel Raum eingenommen. Uns war wichtig, dass wir uns tagsüber im Camper bewegen und zusammensitzen können, ohne dass fast der gesamte hintere Bereich nur aus Matratze besteht.
Unser Bett sollte deshalb mehrere Aufgaben erfüllen:
- eine ausreichend große Liegefläche bieten
- tagsüber als Sitzmöglichkeit funktionieren
- möglichst viel Stauraum schaffen
- stabil genug für unseren Alltag sein
- zu unserem Grundriss passen
Bevor wir mit dem Bau angefangen haben, haben wir den gesamten Innenraum mehrfach vermessen und verschiedene Varianten durchgespielt. Wie wir den Ausbau für uns drei geplant haben, zeigen wir dir ausführlicher in unserem Beitrag über die Grundrissplanung im Fiat Ducato.
Erst planen, dann Holz zuschneiden
Beim Camper-Ausbau würden wir kein Bett einfach nach Gefühl zusammenbauen. Schon ein paar Zentimeter können später darüber entscheiden, ob Schränke, Durchgang und Stauraum noch so funktionieren wie gedacht.
Wir haben deshalb zuerst festgelegt:
- wie groß die Liegefläche werden soll
- wie hoch das Bett stehen muss
- welche Euroboxen darunter Platz finden sollen
- wie viel Bewegungsfreiheit im Gang bleibt
- wo später weitere Möbel stehen
- wie die Matratze aufgeteilt werden kann
Besonders die Höhe des Bettkorpus war für uns wichtig. Unter dem Bett wollten wir Euroboxen mit einer geplanten Größe von ungefähr 40 × 30 × 27 Zentimetern verstauen. Die Boxen sollten sich noch gut herausnehmen lassen, ohne dass wir dafür jedes Mal das halbe Bett auseinanderbauen müssen.
Wenn du deinen Ausbau gerade erst beginnst, findest du in unserer Übersicht zum Camper-Ausbau im Fiat Ducato unsere bisherigen Arbeitsschritte und Erfahrungen.
Unsere Zuschnittliste für den Bettkorpus
Für die Unterkonstruktion haben wir Kanthölzer mit zwei verschiedenen Querschnitten verwendet. Die folgende Tabelle zeigt die Maße unseres Bettkorpus.
Wichtig: Die Maße passen zu unserem Fiat Ducato und unserem geplanten Grundriss. Übernimm sie bitte nicht ungeprüft für dein Fahrzeug. Miss deinen Camper vorher selbst aus und passe den Korpus an deinen Ausbau an.
| Bezeichnung | Holzmaß | Länge | Anzahl |
|---|---|---|---|
| A | 40 × 40 mm | 2.000 mm | 4 |
| B | 60 × 40 mm | 1.400 mm | 2 |
| C | 60 × 40 mm | 1.180 mm | 4 |
| D | 60 × 40 mm | 386 mm | 12 |
| E | 60 × 40 mm | 370 mm | 20 |
Zusätzlich haben wir für die Liegefläche 18 Millimeter starkes Birke-Multiplex verwendet. Die großen Grundzuschnitte haben wir direkt im Baumarkt machen lassen. Kleinere Anpassungen haben wir später selbst vorgenommen.
Das hat uns einiges an Arbeit erspart. Gerade bei langen, geraden Schnitten war es angenehm, bereits sauber zugeschnittene Platten mit nach Hause zu nehmen.
Unser einfacher Trick gegen Chaos beim Aufbau
Nach dem Zuschnitt sahen viele Holzteile erst einmal fast gleich aus. Damit wir beim Aufbau nicht ständig nachmessen mussten, haben wir alle Teile entsprechend unserer Zeichnung mit Buchstaben markiert.
Aus einem Haufen Kanthölzer wurden dadurch einfach:
- Teil A
- Teil B
- Teil C
- Teil D
- Teil E
Das klingt nach einer Kleinigkeit, hat uns aber wirklich geholfen. Gerade wenn du viele ähnliche Holzstücke verwendest, verlierst du sonst schnell den Überblick.
Wir haben außerdem die Maße nach dem Zuschnitt noch einmal kontrolliert. Ein Fehler fällt besser auf, bevor der Korpus halb verschraubt im Camper steht.
Holz vorbereiten: Schleifen, Kanten prüfen und vorbohren
Bevor wir den Bettkorpus zusammengebaut haben, wurden alle Holzteile vorbereitet. Wir haben raue Stellen abgeschliffen und besonders auf die Schnittkanten geachtet.
Das war uns aus mehreren Gründen wichtig. Splitter möchten wir weder an den Händen noch später an Kleidung, Matratze oder den Sachen in den Euroboxen haben. Außerdem lassen sich vorbereitete Hölzer deutlich angenehmer verarbeiten.
Unsere Reihenfolge war dabei:
- Maße noch einmal kontrollieren
- Holzteile markieren
- Schnittkanten abschleifen
- Bohrpunkte anzeichnen
- Löcher vorbohren
- Bauteile zunächst probeweise zusammensetzen
Das Vorbohren würden wir bei einer solchen Konstruktion immer wieder machen. Es reduziert das Risiko, dass das Holz beim Verschrauben reißt, und die Schrauben lassen sich kontrollierter setzen.
So haben wir den Bettkorpus zusammengebaut
Den eigentlichen Bettkorpus haben wir zunächst außerhalb des Campers aufgebaut. Dort hatten wir mehr Platz und konnten leichter kontrollieren, ob alles gerade sitzt.
Wir haben mit den längeren Rahmenteilen begonnen und anschließend die kürzeren Verbindungen eingesetzt. Dabei haben wir nicht sofort jede Schraube vollständig angezogen. Erst nachdem der Rahmen ausgerichtet war und die Maße stimmten, haben wir die Verbindungen endgültig festgezogen.
Zwischendurch haben wir immer wieder die Diagonalen gemessen. Wenn beide Diagonalen eines rechteckigen Rahmens gleich lang sind, ist das ein guter Hinweis darauf, dass der Rahmen nicht verzogen ist.
Unser Tipp: Baue nicht einfach Teil für Teil zusammen, ohne zwischendurch zu kontrollieren. Kleine Abweichungen summieren sich und fallen oft erst dann auf, wenn die Platte oder die Matratze nicht richtig passt.
Warum wir mehrere Querstreben eingeplant haben
Bei der Unterkonstruktion ging es uns nicht nur darum, einen äußeren Rahmen zu bauen. Die Liegefläche braucht ausreichend Unterstützung, damit sie später nicht durchhängt oder sich beim Hinsetzen stark bewegt.
Deshalb haben wir mehrere Querstreben eingesetzt. Sie verteilen das Gewicht besser und unterteilen gleichzeitig den Stauraum unter dem Bett.
Die Abstände haben wir auf unsere geplanten Euroboxen abgestimmt. So bekommt der Bereich unter dem Bett von Anfang an eine Struktur und wird nicht zu einer großen Ecke, in der später alles durcheinanderliegt.
Dort können wir beispielsweise folgende Dinge verstauen:
- Campingausrüstung
- Vorräte
- Schuhe
- Werkzeug
- kleinere Taschen
- Dinge für unterwegs
Für uns zählt bei einem Camperbett nicht nur die Liegefläche. Der Platz darunter ist mindestens genauso wichtig.
Den Bettkorpus im Camper testen
Bevor wir den Korpus endgültig befestigt haben, kam der erste wichtige Test: Passt er wirklich in den Ducato?
Wir haben den Rahmen in den Camper gestellt und kontrolliert:
- Steht der Korpus an der geplanten Position?
- Bleibt ausreichend Platz im Durchgang?
- Passen die geplanten Boxen darunter?
- Funktioniert der restliche Grundriss weiterhin?
- Gibt es Kontakt zu Verkleidungen oder anderen Bauteilen?
- Kann die Liegefläche später wie geplant genutzt werden?
Diesen Probeeinsatz würden wir niemals überspringen. Ein Plan kann auf dem Papier stimmen und sich im Fahrzeug trotzdem anders anfühlen.
Bei uns war der bereits aufgebaute Camper-Boden mit Dämmung und Unterkonstruktion eine wichtige Grundlage. Deshalb hatten wir uns schon vorher Gedanken darüber gemacht, wo spätere Möbel befestigt werden können.
Das Camper Bett sicher befestigen
Ein frei stehender Bettkorpus reicht im Camper nicht aus. Während der Fahrt wirken bei einer starken Bremsung oder einem Unfall erhebliche Kräfte auf Möbel und Gepäck.
Wir haben unseren Korpus deshalb mit der dafür vorbereiteten Bodenkonstruktion verbunden. Welche Befestigung für deinen Camper geeignet ist, hängt allerdings von deinem Bodenaufbau, dem Fahrzeug und der Konstruktion des Bettes ab.
Bevor du in den Fahrzeugboden bohrst, solltest du genau prüfen, was sich unter der jeweiligen Stelle befindet. Leitungen, Tanks oder andere Fahrzeugteile dürfen dabei natürlich nicht beschädigt werden.
Wenn du bei der Befestigung unsicher bist, lass deine Planung lieber von einer Fachperson prüfen. Ein Bett soll nicht nur im Stand stabil wirken, sondern auch während der Fahrt sicher bleiben.
Die Liegefläche aus 18 mm Birke-Multiplex
Für unsere Liegefläche haben wir uns für 18 Millimeter starkes Birke-Multiplex entschieden. Das Material ist stabil und für unsere Konstruktion gut geeignet.
Die großen Platten haben wir im Baumarkt zuschneiden lassen. Trotzdem war es wichtig, sie im Camper noch einmal probeweise aufzulegen. Fahrzeuge sind selten überall vollständig gerade und auch unsere selbst gebaute Unterkonstruktion musste am Ende mit den Platten zusammenspielen.
Bevor wir die Platten weiterbearbeitet haben, kontrollierten wir:
- die Außenmaße
- den Sitz auf dem Korpus
- die Übergänge der einzelnen Flächen
- den Abstand zu Wänden und Verkleidung
- die Position der Matratze
Erst nachdem alles passte, haben wir die weiteren Arbeitsschritte durchgeführt.
Warum wir die bewegliche Konstruktion nicht vollständig zeigen
Unser Bett lässt sich für die Nacht zu einer großen Liegefläche erweitern und tagsüber platzsparender nutzen. Genau diese Funktion war für unseren kleinen Wohnraum besonders wichtig.
Die konkrete Konstruktion, an der wir uns bei der beweglichen Liegefläche orientiert haben, ist jedoch geschützt. Deshalb veröffentlichen wir dazu keine vollständige Nachbauanleitung, keine Scharnierpositionen und keine genauen Maße der beweglichen Platten.
Wir möchten offen zeigen, wie unser Ausbau entsteht, respektieren aber genauso die Arbeit und Rechte hinter einer geschützten Idee.
Was wir dir trotzdem mitgeben können: Plane eine bewegliche Liegefläche nicht nur nach ihrer ausgezogenen Größe. Kontrolliere auch, wie viel Raum sie beim Öffnen benötigt, wo die Matratze liegt und ob der Mechanismus im Alltag bequem erreichbar ist.
Zusätzliche Unterstützung mit verstellbaren Füßen
Für den beweglichen Bereich unserer Liegefläche verwenden wir verstellbare Füße mit einer gummierten Auflage.
Dadurch können wir kleine Höhenunterschiede ausgleichen und die ausgezogene Fläche zusätzlich unterstützen. Die Gummierung schützt den Boden und verhindert, dass die Füße leicht verrutschen.
Uns war wichtig, dass die Liegefläche nicht nur irgendwie offen bleibt, sondern sich beim Ein- und Aussteigen sicher anfühlt. Trotzdem solltest du die Stützen immer passend zu deiner eigenen Konstruktion auswählen und ausreichend testen.
Welche Matratze zu unserem Camper Bett passt
Zu unserem Bett gehört eine passende Klappmatratze. Eine normale, durchgehende Matratze wäre für unsere Nutzung unpraktisch, weil sich das Bett tagsüber verändern lässt.
Bei der Auswahl haben wir nicht nur auf die Gesamtgröße geachtet. Wichtig waren für uns außerdem:
- die Aufteilung der Matratze
- die Höhe im zusammengelegten Zustand
- ausreichend Platz zur Decke
- ein angenehmes Liegegefühl
- ein Bezug, der sich reinigen lässt
- eine sinnvolle Belüftung unter der Matratze
Gerade der letzte Punkt wird schnell vergessen. Auch in einem gedämmten Camper entsteht Feuchtigkeit. Deshalb bleiben regelmäßiges Lüften und eine gut belüftete Matratzenunterseite wichtig.
Wie wir Wände und Decke vorbereitet haben, erklären wir in unserem Beitrag über das Dämmen des Campers mit Armaflex und Alubutyl.
Was wir beim nächsten Camper Bett wieder so machen würden
Einige Entscheidungen haben sich für uns schon während des Aufbaus als sinnvoll gezeigt.
Den Grundriss zuerst festlegen
Das Bett beeinflusst fast den gesamten hinteren Wohnraum. Deshalb würden wir seine Position und Größe immer früh planen und nicht erst dann, wenn andere Möbel bereits stehen.
Den Stauraum direkt mitplanen
Erst ein Bett bauen und danach überlegen, welche Boxen darunterpassen, würden wir nicht empfehlen. Boxen, Öffnungen und Querstreben sollten von Anfang an zusammen gedacht werden.
Große Platten zuschneiden lassen
Gerade Schnitte bei langen Multiplexplatten sind ohne passende Werkstatt nicht immer einfach. Die Grundzuschnitte im Baumarkt haben uns Zeit gespart.
Alle Teile beschriften
Die Buchstaben auf den Holzteilen wirkten zunächst fast übertrieben. Beim Aufbau waren wir darüber aber ziemlich froh.
Alles im Camper testen
Wir haben den Korpus und die Platten mehrfach probeweise eingesetzt. Das kostet etwas Zeit, verhindert aber deutlich größere Probleme am Ende.
Was du vor dem Bau kontrollieren solltest
Bevor du mit deinem Camper Bett beginnst, hilft dir diese kurze Checkliste:
- gewünschte Liegefläche ausmessen
- Körpergröße aller Reisenden berücksichtigen
- restlichen Grundriss prüfen
- Höhe der Matratze einrechnen
- Stauraum und Boxengrößen festlegen
- Holzstärken auswählen
- Befestigungspunkte im Boden planen
- Bewegungsraum der Liegefläche kontrollieren
- Belüftung unter der Matratze berücksichtigen
- alle Teile vor dem endgültigen Einbau testen
Nicht irgendein Bett ist das Ziel. Es muss zu deinem Camper und zu der Art passen, wie du später reisen möchtest.
Unser Camperbett im Video
Wenn du sehen möchtest, wie unser Bett im Fiat Ducato aussieht und wie wir beim Bau vorgegangen sind, findest du den Ausbau auch in unserem Video zum Camperbett auf YouTube.
Weitere Videos rund um unseren Ducato-Ausbau haben wir in unserer Camper-Ausbau-Playlist auf YouTube gesammelt.
Unsere weiteren Schritte beim Camper-Ausbau
Das Bett ist nur ein Teil unseres gesamten Ausbaus. Wenn du Pumbaa und seinen Weg vom leeren Transporter zum Familiencamper weiterverfolgen möchtest, findest du hier unsere bisherigen Beiträge:
- In unserer Übersicht zum Camper-Ausbau im Fiat Ducato sammeln wir alle wichtigen Arbeitsschritte.
- Bei der Grundrissplanung für unseren Familiencamper zeigen wir, warum wir uns für diese Raumaufteilung entschieden haben.
- Unseren Bodenaufbau mit Dämmung und Unterkonstruktion haben wir vor dem Möbelbau vorbereitet.
- Auch das Dämmen mit Armaflex und Alubutyl gehört zu den Grundlagen unseres Ausbaus.
Auf unserer Ausbauübersicht findest du außerdem unsere Camper-Materialliste und weitere Erfahrungen. Zusätzliches Camping- und Ausbauzubehör kannst du beispielsweise bei Fritz Berger* ansehen.
Erinnerungen an den Ausbau und die ersten Reisen festhalten
Beim Camper-Ausbau passiert so viel, dass man einige Details später erstaunlich schnell vergisst. Uns geht es nicht nur um das fertige Fahrzeug, sondern auch um alles, was auf dem Weg dorthin passiert: erste Skizzen, Fehlversuche, kleine Erfolge und irgendwann die erste gemeinsame Reise.
Genau dafür haben wir unsere Reisetagebücher für Kinder und Erwachsene entwickelt. Darin kannst du Erlebnisse, Fotos und Lieblingsorte festhalten und später noch einmal durch deine Reisen blättern.
Unser Fazit zum selbst gebauten Camper Bett
Unser Camper Bett selbst zu bauen, war deutlich mehr Arbeit als nur ein paar Kanthölzer miteinander zu verschrauben. Wir mussten die Liegefläche, den Stauraum, unseren Grundriss und die spätere Nutzung zusammenbringen.
Gerade deshalb hat sich der Eigenbau für uns gelohnt. Das Bett passt zu unserem Fiat Ducato, zu Christians Körpergröße und zu unserem Alltag als Familie. Unter der Liegefläche entsteht Stauraum und tagsüber nimmt das Bett nicht dauerhaft den gesamten hinteren Bereich ein.
Natürlich ist nicht jeder Schnitt sofort richtig und manche Dinge versteht man erst, wenn der Korpus tatsächlich im Fahrzeug steht. Genau deshalb würden wir auch beim nächsten Ausbau wieder mehrfach messen, alles probeweise einsetzen und erst anschließend endgültig befestigen.
Unser Camper Bett ist nicht irgendeine fertige Lösung. Es ist ein Teil unseres Campers, den wir passend zu uns gebaut haben.
Häufige Fragen zum Camper Bett
Wie groß sollte ein Camper Bett sein?
Das hängt von deiner Körpergröße, der Anzahl der Reisenden und deinem Grundriss ab. Unser Bett ist im Schlafmodus ungefähr 140 × 200 Zentimeter groß. Für Christian war die Länge besonders wichtig, weil er fast zwei Meter groß ist.
Welches Holz eignet sich für ein Camper Bett?
Wir haben für den Korpus Kanthölzer in 40 × 40 beziehungsweise 60 × 40 Millimetern verwendet. Die Liegefläche besteht bei uns aus 18 Millimeter starkem Birke-Multiplex. Welche Stärke für dein Bett sinnvoll ist, hängt von der Konstruktion, den Abständen und der Belastung ab.
Wie befestigt man ein Bett im Camper?
Unser Bettkorpus ist mit der vorbereiteten Bodenkonstruktion verbunden. Die passende Befestigung hängt von deinem Fahrzeug und deinem Bodenaufbau ab. Prüfe vor jeder Bohrung, ob sich Leitungen, Tanks oder andere Bauteile unter der jeweiligen Stelle befinden.
Muss die Matratze im Camper belüftet werden?
Ja, eine Belüftung unter der Matratze ist sinnvoll. Beim Schlafen entsteht Feuchtigkeit, die sich ohne Luftaustausch unter der Matratze sammeln kann. Zusätzlich solltest du den Camper regelmäßig lüften.
Kann man ein Camper Bett mit Stauraum selbst bauen?
Ja, das lässt sich gut miteinander verbinden. Wichtig ist, die Größe der Boxen schon vor dem Bau festzulegen. So kannst du Querstreben und Öffnungen passend planen.
Warum verwendet ihr eine Klappmatratze?
Unser Bett lässt sich tagsüber kompakter nutzen. Eine Klappmatratze kann dabei mit der veränderten Liegefläche zusammengelegt werden. Eine normale, durchgehende Matratze wäre für unsere Konstruktion unpraktischer.
Kann ich eure Maße einfach übernehmen?
Wir würden die Maße nicht ungeprüft übernehmen. Sie passen zu unserem Fiat Ducato L5H2 und unserem Grundriss. Selbst bei gleichen Fahrzeugmodellen können Verkleidung, Bodenaufbau und Ausbauplanung unterschiedlich sein.
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